
Der jüngste Familiengottesdienst (Famigo) in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt war ein „Vertrauens-Fall“ – und zwar wortwörtlich. Das Famigo-Team hatte sich im Sinne des Johannes-Evangeliums vom „guten Hirten“ Gedanken zum Thema „Vertrauen“ gemacht. Wer jemandem vertraut, braucht zunächst einmal Mut. Mut, sich fallen zu lassen, um dann von jemandem aufgefangen zu werden. Eine bekannte Übung, die Vevi, Tina, Christina und Pastoralassistentin Nadine Brunner den Kindern vormachten, macht diese Gedanken zu Mut und Vertrauen greifbar: Eine Person steht steif wie ein Brett in der Mitte zwischen zwei anderen Personen, lässt sich nach vorne und hinten fallen – und wird von den anderen beiden aufgefangen. Einige Kinder waren mutig genug, diese „Aufwärm-Übung“ gleich selbst auszuprobieren.
Vor dem Evangelium stieg Vevi auf die Kanzel und zeigte den Gottesdienst-Besuchern die Figur des guten Hirten, die dort angebracht ist. Nachgefragt, was denn die Aufgaben eines Hirten seien und welche die der Schafe, wussten die Kinder gleich die richtigen Antworten: Ein Hirte sorgt für seine Schafe, mit Essen, Trinken und er achtet auf ihre Sicherheit. Die Schafe wiederum vertrauen dem Hirten, aber auch ihren Artgenossen. Übertragen auf uns und unser Leben heißt das: Jesus will die Menschen wie der Hirte seine Schafe begleiten, sie führen, ihnen das geben, was sie zum Leben brauchen, sich um sie kümmern und sie beschützen. Wie gut, dass wir einen „guten Hirten“ für unser Leben haben. Aber dazu braucht es Menschen, damit wir wirklich vertrauen können. Gott braucht uns Menschen, damit die Menschen ihm vertrauen können.
Um auf die Predigt hinzuführen, hatte das Famigo-Team eine weitere Vertrauens-Übung vorbereitet: Die teilnehmenden Erwachsenen und Jugendlichen stellten sich in zwei gleich großen Reihen gegenüber und streckten ihre Arme jeweils nach vorn, versetzt wie bei einem Reißverschluss, mit den Handflächen nach oben. Am Ende dieser „Gasse“ stand ein Tisch, auf dem Piet und später auch Rosalie mit dem Rücken zur Gasse standen. Die Kinder zählten jeweils bis drei und ließen sich dann rückwärts, steif wie ein Brett, in die Hände und Arme der Gruppe fallen – mutig und mit viel Vertrauen.

Am Ende konnten die Kinder den guten Hirten dann sogar mit nach Hause nahmen – als Leiterspiel, bei dem es im Ziel heißt: „Gott nimmt mich an der Hand, wie ein Hirte seine Schafe auf dem Weg führt. Du kannst getrost durch den Tag gehen und direkt ins Ziel springen.“