Der Frauenbund startet ins neue Bildungsjahr

Führungskräfte trafen sich zur Bezirkskonferenz in Bad Kötzting
Beim Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) finden in der ganzen Diözese Regensburg derzeit die jährlichen Bezirkskonferenzen statt. Die Frauen im Bezirk Bad Kötzting kamen am letzten Dienstag im Pfarrheim im Bad Kötzting mit den Vertreterinnen des Diözesanverbandes – Bildungsreferentin Katharina Libon und die Stellvertretende Diözesanvorsitzende Kerstin Aufschneider – zusammen, um sich auszutauschen und Impulse und Anregungen für das kommende Verbandsjahr zu erhalten. In diesem und nächstem Jahr heißt das Schwerpunktthema des KDFB „Macht. Frauen. Stark.“ 
 
Traditionell begann das Treffen mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche. Geistlicher Beirat Pfarrer Thomas Winderl gab in seiner Predigt den Frauen zu bedenken: „In der jetzigen Zeit müssen wir uns von manch vertrautem Althergebrachten verabschieden. Das darf man betrauern, aber nur so kann Neues entstehen“.
 
Die Bezirksvorsitzende Lisa Amberger hieß neben den beiden Referentinnen und Pfarrer Winderl die Führungskräfte aus den Zweigvereinen Bad Kötzting, Blaibach, Grafenwiesen, Lam, Lohberg und Rimbach willkommen. Ihre besondere Freude brachte sie zum Ausdruck, dass sich die Zweigvereine Furth i. W., Gleißenberg, Neukirchen b. Hl. Blut und Ränkam dem Bezirk Bad Kötzting anschließen wollen. Dies wurde nun offiziell bestätigt. 
 
Nach einer Vorstellungsrunde konnten die anwesenden Frauen ihre Anliegen, Sorgen und Fragen aus dem Vereinsleben den Referentinnen ausführlich unterbreiten und bekamen die Zusage, dass all das an die Diözesanspitze weitergeleitet werde.
 
Mit Wehmut blicken viele auf die fruchtbaren Jahre des KDFB, in denen viele Rechte für die Frauen erkämpft wurden, die heute selbstverständlich sind. Leider wird die Notwendigkeit der Verbände nicht mehr gesehen, dabei wäre die gelebte Solidarität der Gründerinnen auch heute noch von Nöten. „Oft schaffen wir es nicht mehr, das, was wir machen, positiv darzustellen. Nur wenn wir das große Ganze sehen und bereit sind, Neues zuzulassen, erkennen wir die Notwendigkeit eines solidarischen Verbandes“, 
merkte Pfarrer Winderl an.
Kerstin Aufschneider und Katharina Libon ermutigten die Frauen, die starke Stimme des KDFB zu nutzen, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen und Einfluss zu nehmen. Dafür arbeitet man auf Landes- und Bundesebene mit Engagement und jedes Mitglied kann ihre Vorstellungen dort anbringen, damit sie in die Lobbyarbeit einfließen, um für die Frauen etwas zu bewirken.
 
Bildung beim Frauenbund erleben 
Im zweiten Teil der Bezirkskonferenz erhielten die Frauenbund-Führungskräfte Informationen und Neuigkeiten über Angebote des Diözesanverbandes, die KDFB Mitglieder für sich oder im Zweigverein vor Ort nützen können. Das neue Bildungsprogramm 2024 finden die Frauenbundmitglieder als Leporello auf der Titelseite des Mitgliedermagazins „engagiert“ in der Ausgabe Oktober/November. Unter dem Motto „Begegnen – Bilden – Erleben“ erwartet die Teilnehmerinnen eine spannende Mischung aus den Bereichen Spiritualität, Persönlichkeitsbildung, Gesundheit und Kreativität. Das neue Bildungsjahr bringt bewährte Angebote und auch neue Seminare, Online-Veranstaltungen, Workshops und Vorträge mit sich. Das Leistungsspektrum orientiert sich an den verschiedenen Interessen, Bedürfnissen und Erfahrungen von Frauen. Alle Themen und Termine sind ab Oktober online abrufbar unter www.frauenbund-regensburg.de
 
Einige neue Bildungsangebote gibt es in der Broschüre „Bildungsangebote für Zweigvereine und Gruppen“. Die Angebote können im „KDFB Intern“ eingesehen werden und unterstützen Zweigvereine und andere KDFB-Gruppen, ein interessantes, abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Die kommenden Veranstaltungen der Kommissionen und Arbeitskreise im KDFB Regensburg versprechen spannende Erlebnisse und Bildungsmöglichkeiten für alle. Die Themen reichen von einer Reise an die Ostseeküste über Besichtigungen, beispielsweise von Wohn- und Betreuungshilfen, bis hin zu Digitalisierungs-Workshops. Sie laden außerdem zur Teilnahme an einer Online-Lesung und zu Veranstaltungen zum jüdisch-christlichen Dialog ein. 
Familien dürfen sich auf das Erklimmen des Monte Kaolino und Filminteressierte auf Filmabende freuen. Alle Themen und Termine sind ab Oktober online abrufbar unter www.frauenbund-regensburg.de oder im 
Leporello nachzuschlagen. 
 
Erfolgreiche Aktion Solibrot wird weitergeführt 
Auch in diesem Jahr beteiligten sich der KDFB Regensburg und seine Zweigvereine an der Solibrot-Aktion 2023. Diesmal wurde das Misereor-Fastenprojekt „Vahatra“, das Frauen auf dem Land in Madagaskar in den Blick nimmt, mit 30.051,76 Euro, die 118 Zweigvereine erwirtschafteten, unterstützt. Allen Zweigvereinen und Bäckereien, die die Initiative ergriffen und keine Mühen gescheut haben, dankte die stellvertretende Diözesanvorsitzende Kerstin Aufschneider herzlich. 
Natürlich macht der KDFB Regensburg auch im nächsten Jahr bei der Solibrot-Aktion mit. 
 
Neu: KDFB Newsletter
 Seit Mitte des Jahres gibt es den KDFB Regensburg Newsletter! In diesem enthalten sind Neuigkeiten aus dem Diözesanverband, anstehende Aktionen, 
Veranstaltungen und Events.
 
Ausblick
Die Zweigvereine des Diözesanverbandes Regensburg haben Herzkissen für Brustkrebspatientinnen genäht. Eine Abtaktveranstaltung findet am Mittwoch, den 18. Oktober im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg statt. Im Bezirk Bad Kötzting beteiligten sich Bad Kötzting, Blaibach und Grafenwiesen an der Herzkissen-Aktion.
Ab Januar 2024 wird die (Eltern-Kind-Gruppen) EKG-Ausbildung umgestellt. Die Seminarmodule wurden inhaltlich überarbeitet. Digitale Angebote und Präsenzveranstaltungen wechseln sich ab und werden durch das Element einer die Ausbildung begleitenden Lerngruppe ergänzt. 
 
 
In einem dritten Teil referierte Katharina Libon zum Jahresthema „Macht. Frauen. Stark“.   Z.B. in der Medizin werden die Krankheitssymptome von Frauen noch zu wenig speziell betrachtet, etwa bei einem Herzinfarkt oder bei Endometriose.
Ein großes Problem ist die häusliche Gewalt, der 12 Millionen Frauen in Deutschland ausgesetzt sind. Eine Not-Geste (Offene Handfläche zeigen, Daumen reinnehmen und die übrigen Finger über den Daumen legen) oder ein Kärtchen mit Hilfe-Nr. wären hier hilfreich.
Bei Erfahrungen mit der Kirche könnten die Frauen sich direkt an den Bischof wenden.
 
Zum Schluss bedankte sich Lisa Amberger bei den Referentinnen für die aufschlussreichen Informationen und bei den Frauen für ihren Einsatz in den Zweigvereinen.
Nach oben scrollen